6. Juli 2021

Durch Online-Schnuppern besetzen Sie erfolgreich Ihre Lehrstellen

Jedes Jahr beenden ca. 75'0000 Schülerinnen und Schüler die obligatorische Schulzeit. Ein Grossteil davon startet die berufliche Karriere im dualen Bildungssystem – der Lehre. In vielen Berufen ist das Angebot der Lehrstellen grösser als die Anzahl an interessierten Jugendlichen. Es entsteht ein Wettbewerb, wer seine Lehrstellen mit passenden Kandidat*innen besetzen kann. Wir geben Ihnen Tipps, wie auch Sie mit einfachen Mitteln zu passenden Bewerber*innen kommen. 

 

In diesem Blog-Beitrag erfahren Sie: 

 

Was ist Online-Schnuppern? 

 

Welche Berufe passen?

Da es über 250 Lehrberufe gibt, ist es für die Jugendlichen schwierig sich zu entscheiden. In einer ersten Phase des Berufswahlunterrichts machen sich die Schülerinnen und Schüler auf die Suche nach ihrer Traumlehrstelle. Dies kann auch digital durch verschiedene Tools unterstützt werden. 

 

Infos über Lehrberufe

Wenn man sich dann für einen oder mehrere Berufe entschieden hat, sollte man sich noch genauer über die einzelnen Berufe informieren. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten:

Online schnuppern in einer Firma

Vor dem Entscheid zur Bewerbung für eine Schnupperlehre, können Jugendliche durch das Foto und Video-Angebot bereits einen Blick in die Firma werfen, für die sie sich interessieren. Sowie bei den Lehrberufen, findet man auf yousty.ch auch zu den Betrieben viele Informationen:

  • Informationen zur Firma
  • Fotos und Videos
  • Ausbildungsberufe der Firma
  • Koordinaten der Ansprechperson
  • Informationen zur Lehre in der Firma
  • Spezifische Fotos und Videos

Wenn einem die Firma gefällt, kann man sich auf dieser Seite direkt online bewerben.

 

Auf yousty.ch zum Beispiel können sich die Schülerinnen und Schüler durch jugendgerechtem Content Online-Schnuppern. 

 

Online-Schnuppern als optimale Lösung

Es bleibt unbestritten, dass Schnupperlehren für Jugendliche sowie Lehrbetriebe essenziell sind: Sie klären die Fragen, ob der/die Schüler*in zum Beruf und Lehrbetrieb passt und ob er/sie den Anforderungen gerecht wird. Darüber berichteten auch mehrere Medien. Wie kann man also sicherstellen, dass diese 3 wichtigen Punkte geklärt werden? Die Lösung liegt auf der Hand: Online-Schnuppern! Die Jugendlichen sollen sich mittels digitalen Medien ein möglichst gutes Bild vom Beruf und Lehrbetrieb machen.

Ein vorbildliches Beispiel ist die Berufsbildung von IKEA. Kurzerhand haben sie sich dazu entschieden, einen virtuellen Rundgang, selbstverständlich von Lernenden durchgeführt, in ihrer Filiale zu organisieren. Zusätzlich konnten auf Instagram live Fragen an die Lernenden gestellt werden. Mehr zur Online-Werbung erfahren Sie hier. 

 

Alternative zu den Berufsmessen

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Wenn Sie schon Ihre Lehrstelle online ausschreiben, dann nutzen Sie doch auch gleich das ganze Spektrum. Mit visuellen Inhalten wie Bildern oder Videos können Sie den interessierten Jugendlichen einen Einblick in den Alltag und in Ihr Unternehmen geben. So erfahren die Jugendlichen bereits bevor sie sich bewerben, ob das Umfeld, das Büro und die Tätigkeiten passen. Zeigen Sie zudem auch Ihr Team. Die Lernenden zum Beispiel mit einem Interview zur Ausbildung oder die Berufsbildner*innen als Inspiration für mögliche Karrierewege. So lernt man die Gesichter hinter dem Lehrbetrieb, genau gleich wie an den Berufsmessen, einfach online kennen.

 

Weitere Alternativen zu den Berufsmessen finden Sie hier. 

 

 

Warum Online-Schnuppern so wichtig ist

Grund 1: Jugendliche kennen nur einen Bruchteil der Lehrberufe

Vom klassischen Büro-Alltag als Kaufmann/-frau EFZ bis in die Höhen als Seilbahn-Mechatroniker/in gibt es eine unglaubliche Bandbreite an spannenden Ausbildungen.  Die Jugendlichen kennen jedoch nur einen Bruchteil der Lehrberufe. 

Grund 2: Jugendliche haben fast keinen Bezug zur “Firma”

Die Jugendlichen suchen spezifisch und direkt nach dem Wunschberuf in ihrer Region. Zum Vergleich: 9% suchen direkt nach dem Unternehmen während 64% zuerst nach dem Beruf sucht. Die übrigen 27% suchen nach der Ortschaft. 

Jugendliche haben keine Firmen affinität

Wir haben für Sie weitere Erkenntnisse zum Suchverhalten der Jugendlichen zusammengestellt.

 

Weshalb sich ein Video auf dem Lehrstellenprofil lohnt

Die Generation Z informiert sich heute zu allen Themen fast ausschliesslich über Videos. Bei der Berufswahl ist dies nicht anders.

Videos sind also die geeignetste Art, Firmenwerte und -kultur zu kommunizieren. Teilen Sie diese auf Ihrem Lehrstellenprofil, wo sie sehr prominent präsentiert werden. So informieren Sie potenzielle Bewerber*innen und erhalten demnach nur noch Bewerbungen von Jugendlichen, welche zu Ihnen und Ihrer Firma passen. Hier finden Sie zwei weitere Gründe, weshalb sich ein Lehrstellenvideo lohnen wird.

Visueller Content ist wichtig

 

Seltene Lehrberufe den Jugendlichen näher bringen

Für unbekanntere Berufsgruppen ist es überlebenswichtig, ein kreatives Lehrstellenmarketing zu betreiben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um sich selber aktiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

  1. Setzen Sie Ihre Lernenden als Botschafter*innen ein
  2. Schnuppern
  3. Karrierewege aufzeigen – Spezialist*innen sind gefragt
  4. Aktive Kommunikation
  5. Nutzen Sie die Möglichkeiten des Internets
  6. Suchen Sie Kontakt zu den Schulen

Hier finden Sie unsere weiterführende Tipps. Haben Sie trotzdem Mühe damit,  Ihre Lehrstelle zu besetzen? Es kann viele Gründe geben, weshalb es bis anhin noch nicht geklappt hat.

Wichtig ist es, nicht in Panik zu geraten. Auch im Frühling sind noch viele gute Kandidat*innen auf Lehrstellensuche.

 

 

So ermöglichen Sie Online-Schnuppern

Die Lehrstellensuche findet heute online statt. Suchmaschinen und Plattformen dienen den Lehrstellensuchenden als Hilfe und Übersicht. Vielseitige Informationen sind gewünscht und eine direkte Bewerbungsmöglichkeit ist Pflicht, online wohlverstanden. Hier die wichtigsten Punkte zu einem erfolgreichen Lehrstelleninserat:

  • Verwenden Sie eine jugendgerechte Sprache
  • Erstellen Sie individuelle Lehrstellenbeschreibungen
  • Visueller Content  durch Videos und Fotos 
  • Schaffen Sie eine direkte Bewerbungsmöglichkeit
  • Einfacher Bewerbungsprozess – weniger ist mehr

 

Durch gezielte Werbung über Social Media können Sie zudem mehr Jugendliche auf Ihre Inserate lenken. Sind Sie unsicher, ob Ihr Know-how bereits ausreicht? Lesen Sie hier, was Sie mit Ihren Fähigkeiten ganz einfach Umsetzen können.

 

So suchen Jugendliche nach Lehrstellen

Dass die heutige Jugend vorwiegend online unterwegs ist, ist nicht neu. Die James-Studie 2018 hat gezeigt, dass "am Handy sein" zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Generation Z gehört, wobei 99% der befragten Jugendlichen angegeben haben, ein solches zu besitzen. Über einen eigenen Laptop verfügen bereits 73% der Jugendlichen. Zum Vergleich: Eine Zeitschrift haben gerade einmal 11% abonniert.

Die Zeiten haben sich also geändert und so auch das Suchverhalten der Jugendlichen. Wo früher noch Zeitungsinserate, Plakate oder Flyer einen hohen Stellenwert hatten, ist das Internet heute klarer Spitzenreiter für die Schüler*innen. 80% der Jugendlichen geben in der neusten Yousty-Umfrage an, das Internet als Informationsquelle für die Lehrstellensuche zu verwenden. Neben Yousty und der Berufsberatung suchen 12% direkt auf der Firmen- oder Verbandshomepage, 15.8% kommen über Google auf die verschiedenen Webseiten.

 

Das Wichtigste zum Schluss: Schnupperlehre und Lehrstelle zum richtigen Zeitpunkt ausschreiben

Die Oberstufenschulen in der Schweiz orientieren ihren Berufswahlunterricht gemäss dem Berufswahl-Fahrplan. Oftmals ist dies den Unternehmen nicht bewusst, obwohl diese Zeitpunkte für Sie als Lehrbetrieb entscheidend sind.

In allen Phasen der Berufswahl ist für die Jugendlichen das Online-Schnuppern eine wichtige Grundlage, um sich zu informieren und die passende Lehrstelle zu finden.

 

 

Fazit

Das Online-Schnuppern ist eine Win-Win Situation. Die Lehrstellensuchenden erhalten mit wenig Aufwand viele Informationen zu den Lehrberufen und Lehrbetrieben. Sie als Unternehmen erhalten durch besser informierte Jugendliche auch passendere Bewerbungen. 

Natürlich ersetzt das Online-Schnuppern nicht eine klassische Schnupperlehre. Aber es ist ein MUSS für alle, modernen und innovativen Betriebe, welche noch nicht in der Digitalisierung angekommen sind.  

Robin Villoz

Robin Villoz

Robin spricht die Sprache der Jugend und weiss, worauf Lehrbetriebe in der Rekrutierungsphase achten sollten.

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