15. Februar 2021

Online-Werbung in der Lernendenrekrutierung

Worum geht es in diesem Blogbeitrag?

  1. Die Trends des Lehrstellenmarkts
  2. Online-Schnuppern als optimale Lösung
  3. Auf Online-Werbung setzen

 

Die Trends des Lehrstellenmarkts

Der LehrstellenPuls 2021 erhebt seit April 2020 die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Berufsbildung. Die Haupterkenntnisse im Januar 2021 zeigen klare Trends: 

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  1. 69% der Lehrstellen mit Lehrbeginn August 2021 sind besetzt
  2. 53% der Lehrbetriebe führen Schnupperlehren vor Ort & normale Bewerbungsgespräche durch
  3. Online bzw. virtuelle Schnupperlehren werden nur bei einer Minderheit angeboten (16% bzw. 4%)
  4. 50% der Betriebe nutzt Online-Werbung (auf eigener Website, bekannten Portalen oder sozialen Medien), um auf die noch offenen Lehrstellen aufmerksam zu machen, während nur wenige ihre Offline-Präsenz verstärken (z.B. an Schulen, Berufsmessen, Berufsinformationszentren; 5%)

 

 

Auf Online-Werbung setzen

Auf die Punkte 3 und 4 möchten wir gerne genauer eingehen. 

Eine Offline-Präsenz wird laut LehrstellenPuls für Lehrbetriebe immer weniger attraktiv. Dies deckt sich mit dem stets steigenden Online-Konsum der Jugendlichen. Gleichzeitig steigt der Einsatz der Online-Werbung, um offene Lehrstellen zu besetzen. Dabei sind vor allem folgende Optionen interessant: 

  1. eigene Website: Volg machts vor – mit einer jugendgerechten Seite, Karrieremöglichkeiten, Fragen an Lernende und das alles fast ausschliesslich in Form von Videos kommuniziert.
  2. bekannte Portale: hier sprechen Sie garantiert die richtige Zielgruppe an und können sich jugendgerecht präsentieren. Tipps, wie das perfekte Lehrstelleninserat aussieht, gibts hier
  3. soziale Medien: sie verzeichnen ein immenses Wachstum und sind das Zuhause der Generation Z. Für Sie ist der Einsatz davon also nicht mehr zu ignorieren, was nicht bedeutet, dass nun sämtliche Lehrbetriebe einen Social Media-Account erstellen müssen. Nutzen Sie Synergien zu anderen Playern und sprechen Sie die Zielgruppe direkt an. 

Eine schöne Geschichte hat Roche dazu geschrieben: Im Frühjahr hatten sie das Problem, dass noch einige Lehrstellen unbesetzt waren. Gleichzeitig waren sämtliche Mitarbeiter*innen im Homeoffice. Nun wollten sie mit Videos die Vorteile einer Lehre aufzeigen. Wie das trotzdem funktionierte? Die Videos wurden ganz einfach via Zoom aufgenommen und im Schnitt etwas aufgepeppt. Sogar eine Lernende aus Dänemark wurde hinzugezogen. Das Resultat lässt sich sehen! Und siehe da: Roche war sehr erfolgreich mit der Lehrstellenbesetzung. 

 

 

Online-Schnuppern als optimale Lösung

Schnupperlehren vor Ort durchzuführen, kann momentan sehr schwierig sein. Es bleibt jedoch unbestritten, dass Schnupperlehren für Jugendliche sowie Lehrbetriebe essentiell sind: Sie klären die Fragen, ob der*die Schüler*in zum Beruf und Lehrbetrieb passt und ob er*sie den Anforderungen gerecht wird. Darüber berichteten auch mehrere Medien. Wie kann man also sicherstellen, dass diese 3 wichtigen Punkte geklärt werden? Die Lösung liegt auf der Hand: Online-Schnuppern! Die Jugendlichen sollen sich mittels digitalen Medien (zum Beispiel Berufsvideos) ein möglichst gutes Bild vom Beruf und Lehrbetrieb machen. Die Passung kann mit kostenlosen Checks überprüft werden. 

Ein vorbildliches Beispiel ist die Berufsbildung von IKEA. Kurzerhand haben sie sich dazu entschieden, einen virtuellen Rundgang, selbstverständlich von Lernenden durchgeführt, in ihrer Filiale zu organisieren. Zusätzlich konnten auf Instagram live Fragen an die Lernenden gestellt werden. 

Anmeldung Masterclass

Lale Coban

Lale Coban

Lale möchte die Jugendlichen bei der Lehrstellensuche so unterstützen, dass jede/r die passende Lehrstelle im passenden Betrieb findet. Dafür setzt sie sich mit Begeisterung ein und steht in engem Austausch mit den SchülerInnen und Firmen.

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