Künstliche Intelligenz (KI) kann eine wertvolle Unterstützung bieten, um Ideen für das Bewerbungsschreiben zu sammeln, Formulierungen zu verbessern oder die Rechtschreibung zu prüfen. Wichtig ist jedoch: Die KI nimmt nicht die gesamte Arbeit ab. Das Schreiben muss am Ende authentisch bleiben und zu den Schüler:innen passen. Hier wird Schritt für Schritt erklärt, wie KI-Tools clever und sicher genutzt werden können.
In diesem Blog-Beitrag:
Bevor die KI gestartet wird: Die Vorbereitung
Bevor ein KI-Programm geöffnet wird, lohnt sich eine kurze Vorbereitung. Die KI kann nur dann ein gutes Ergebnis liefern, wenn sie mit den richtigen Informationen gefüttert wird. Sinnvoll ist es, sich vorab stichwortartig die Antworten auf folgende Fragen zu notieren:
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Warum soll genau dieser Beruf erlernt werden?
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Welche Tätigkeiten wurden in der Schnupperlehre ausprobiert und was hat besonders gefallen?
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Warum ist die gewählte Firma der Wunsch-Lehrbetrieb?
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Welche persönlichen Stärken, Hobbys und Lieblingsfächer passen zum Beruf?
Wichtig: Datenschutz geht vor! 🔒
Ein absolut zentraler Punkt: Es dürfen niemals persönliche Daten in ein KI-Programm eingegeben werden! Name, Adresse, Geburtsdatum, Handynummer oder der Name der aktuellen Schule haben in den Chatfenstern nichts verloren.
Tipp: Im Chat mit der KI sollten stattdessen Platzhalter wie [Mein Name] oder [Meine Adresse] genutzt werden. Erst ganz am Schluss, wenn der Text in das Dokument kopiert wird, werden die echten Daten ergänzt.
Bewerbungsbrief mit KI erstellen – so funktioniert es
Es gibt mittlerweile viele verschiedene KI-Tools wie ChatGPT, Copilot, Gemini oder Perplexity. Damit das Ergebnis brauchbar wird, muss der KI ein klarer Auftrag (ein sogenannter „Prompt“) erteilt werden.
So kann eine Anfrage an die KI formuliert werden:
„Schreibe einen Bewerbungsbrief für eine Lehrstelle als [Beruf] bei [Firma]. Schreibe in einfacher Sprache, Schweizer Hochdeutsch, erfinde nichts dazu und verwende maximal 1500 Zeichen. Nutze dafür folgende Informationen: [Hier die Notizen aus der Vorbereitung einfügen]. Erstelle auch eine Motivation, warum diese Lehrstelle angestrebt wird.“
Falls ein konkretes Inserat im Internet existiert, kann der KI auch direkt der Link zum Lehrstelleninserat oder der kopierte Text der Ausschreibung mitgegeben werden.
Den Text überarbeiten
Die KI liefert einen Rohtext, aber fehlerfrei für den Schweizer Arbeitsmarkt ist dieser meistens noch nicht. Der Text muss daher ganz sorgfältig durchgelesen und auf folgende Dinge überprüft werden:
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Kein „ß“ verwenden: Jedes scharfe „ß“ muss durch das in der Schweiz übliche „ss“ ersetzt werden.
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Komma nach der Anrede löschen: KIs setzen nach „Sehr geehrte Frau Müller,“ oft ein Komma. Im Schweizer Brief wird dieses Komma weggelassen und das nächste Wort grossgeschrieben.
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Authentizität prüfen: Wenn die KI Ausdrücke oder komplizierte Sätze verwendet, die nicht zum/zur Schüler:in passen, sollten diese gelöscht oder umformuliert werden.
Der fertige Text wird anschliessend in ein Word-Dokument kopiert, mit den persönlichen Daten ergänzt und zu einem sauberen Brief formatiert.
Bewerbungsschreiben verbessern und korrigieren
Liegt bereits ein selbst geschriebener Entwurf vor, kann die KI zur Optimierung genutzt werden.
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Alle persönlichen Daten aus dem Text löschen.
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Den Text in das Chatfeld der KI kopieren.
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Der KI folgenden Auftrag erteilen: „Verbessere bitte dieses Bewerbungsschreiben, korrigiere die Rechtschreibung sowie Grammatik und achte auf Schweizer Hochdeutsch.“
Der optimierte Text sollte am Ende unbedingt noch von einer Lehrperson, den Eltern oder einer Beratungsperson gegengelesen werden. Lehrbetriebe merken schnell, ob eine Bewerbung komplett von einer Maschine kopiert wurde oder ob echtes Interesse spürbar ist.