20. März 2020

Das Schweizer Bildungssystem

Das Schweizer Bildungssystem ist ein Erfolgsmodell, denn die tiefe Jugendarbeitslosigkeit verdanken wir insbesondere der dualen Berufsbildung. Erfahren Sie im folgenden Beitrag mehr dazu. 

In diesem Blog-Beitrag:

Kein Entscheid fürs Leben - das Bildungssystem

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Das Schweizer Bildungssystem ist sehr durchlässig und ermöglicht es den Jugendlichen, auf unterschiedlichen Wegen zu ihrem Ziel zu gelangen. So ist es beispielsweise möglich, mit einer Berufslehre und der Berufsmatura an der Fachhochschule oder mit einem Passerellen-Jahr an der Universität zu studieren. Ohne Berufsmatura ist eine Weiterbildung an einer höheren Fachschule oder eine Fachausbildung möglich.

Sich für eine Berufslehre zu entscheiden, ist also kein Entscheid fürs Leben. Es kann den Lehrstellensuchenden den Druck nehmen, zu wissen, dass sie nicht ihr Leben lang im gleichen Beruf arbeiten müssen oder werden. Durch die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten in der Schweiz können sie sich immer weiterentwickeln. Für die SchülerInnen ist es wichtig, eine Lehrstelle zu finden, in der sie sich die nächsten zwei bis vier Jahre wohlfühlen; sie sollen morgens gern aufstehen, um zur Arbeit oder in die Schule zu gehen.

Die duale Berufsbildung

Das duale Bildungssystem der Schweiz ist einzigartig - weltweit! Gemäss Nahtstellenbarometer des SBFI haben im Sommer 2019 49% aller Jugendlichen eine Berufsausbildung begonnen (37% allgemeinbildender Weg, 14% Zwischenlösung). Die Lehrstellensuchenden haben die Möglichkeit aus über 250 Lehrberufen auszuwählen und somit ist für die Interessen von jedem und jeder etwas dabei. 

Duale Berufsbildung bedeutet, dass die Jugendlichen Arbeit und Schule miteinander verbinden können. In der Schule werden sie sowohl in den klassischen Schulfächern aber auch im Berufskundeunterricht gefördert. Das Gelernte können sie im Lehrbetrieb sofort einsetzen und weisen somit eine grosse Lernkurve auf. Nach der Lehre sind sie ExpertInnen in ihrem Beruf und können ihr gesammeltes Wissen bei der Arbeit oder einer Weiterbildung sofort einsetzen. 

Vor der Bewerbung

Entscheiden sich die Jugendlichen für eine Lehre, starten sie in den Berufswahl- und Bewerbungsprozess. Die ersten Bewerbungen werden bereits für Schnupperlehren geschrieben. Davor sollten einige Dinge organisiert werden, um beim Lehrbetrieb einen positiven Eindruck zu hinterlassen. 

Internet und Social Media

Die Berufsbildenden durchsuchen nach dem Erhalt einer Bewerbung oft kurz das Netz. Daher gilt es, vor dem Versenden der Bewerbungen alle Social Media Kanäle auf privat zu setzen, um Fotos und Beiträge zu schützen. Zudem kann mit einer einfachen Suche des eigenen Namens herausgefunden werden, was über die eigene Person im Netz zu finden ist und was allenfalls noch gelöscht werden sollte. 

E-Mail

Bewerbungen werden in der heutigen Zeit digital (per Lehrstellenplattform oder via E-Mail) versendet. Daher ist das Einrichten eines E-Mail-Kontos mit einer geeigneten E-Mail Adresse wichtig. Wir empfehlen dabei E-Mail Adressen wie vorname.nachname oder Ähnliches. Auf Adressen wie sweet_girl_2004 sollte dabei verzichtet werden. Während der Bewerbungs-Phase gilt des dann das Postfach regelmässig zu überprüfen, um keine Antwort der Firmen zu verpassen. Dies lässt sich übrigens auch auf die Postbewerbung übertragen, da Lehrbetriebe Kontakt mit den Jugendlichen oft per Mail aufnehmen. 

Anja Iseli

Anja fühlte sich während der Berufswahl selber zu wenig über das Bildungssystem in der Schweiz informiert und setzt sich nun mit Herzblut dafür ein, die Jugendlichen auf diesem wichtigen Weg zu begleiten. Dazu steht sie in engem Austausch mit Lehrpersonen und Eltern.

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