24. August 2020

Wie Messen bei der Berufswahl helfen - Berufsmessen Schweiz

Schüler informieren sich an der Berufsmesse am Yousty-Stand.

Berufsmessen gehören für viele SchülerInnen, Lehrpersonen und Eltern zu einem fixen Bestandteil der Berufswahl. Und dies mit gutem Grund: Es gibt keinen anderen Ort, an dem sich so viele verschiedene Berufe auf kleinem Raum entdecken lassen. Wir zeigen in diesem Blog-Beitrag, wie die Jugendlichen diese einmalige Gelegenheit optimal nutzen und die Messe mit möglichst vielen neuen Eindrücken verlassen. Die Vor- und Nachbereitungen können zu Hause oder in der Schule vorgenommen werden. 

In diesem Blog-Beitrag:

Was bieten Berufsmessen?

Eine Klasse befindet sich an der Berufsmesse und macht Fotos am Yousty-Stand

Es gibt zahlreiche Berufsmessen in allen Regionen der Schweiz. Darunter findet sich von Tischmessen an Schulen, über kleine, regionale Messen bis hin zu den grössten Berufsmessen in Zürich, St. Gallen, Bern oder Basel ein vielfältiges Angebot. Firmen und Verbände, welche in diesen Regionen Lehrstellen anbieten, stellen sich mit einem Messestand vor, an dem sie die Jugendlichen nicht nur über die Tätigkeiten in der Lehre informieren, sondern diesen die Möglichkeit geben, die Berufe hautnah und in der Praxis zu erleben. Ein Besuch am Messestand des Wunschberufs oder der Wunschfirma lohnt sich also gleich mehrfach: 

  • Man kann selber einige der Tätigkeiten aus dem Beruf ausprobieren und feststellen, ob einem dies liegt und man es gerne macht. 
  • Man kann Informationen zu Beruf und Branche erhalten und alle wichtigen Fragen stellen.
  • Man hat die Gelegenheit, Kontakte mit Berufsbildnenden zu knüpfen, bei denen man sich vielleicht einmal bewerben wird und kann bei diesen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Übersicht Berufsmessen

Vorbereitung auf die Berufsmesse

Ein Lehrer informiert sich an der Berufsmesse über das Angebot von Yousty.

Wie kann man sich am besten auf die Berufsmesse vorbereiten? Dies ist eine wichtige Frage, denn mit guter Vorbereitung kann man das Optimum aus dem Messebesuch herausholen und diese einzigartige Gelegenheit bestmöglich nutzen. Zur Vorbereitung empfiehlt sich Folgendes:

  • Sich Gedanken machen, welche Berufe einen interessieren und über welche man gerne mehr erfahren möchte. Dabei hilft es, sich der eigenen Stärken und Interessen bewusst zu werden. Dazu finden sich hier und hier Arbeitsblätter. 
  • Sich Fragen zu den Berufen überlegen, welche man den Berufsbildenden und Lernenden am Messestand gerne stellen möchte. 
  • Bereits im Vorfeld den Hallenplan der Messe studieren, um die Stände der Firmen und Verbände einfacher zu finden. Diese Stände stehen direkt am Anfang des Messebesuches auf dem Programm. Im Anschluss kann man sich dann noch von den weiteren Berufen inspirieren lassen. 
  • Foren und Infoveranstaltungen notieren, welche man besuchen möchte. 
  • Notizpapier und Stifte sowie ein Mäppli für die Flyer und Infoblätter an bereitlegen. Die Antworten auf die Fragen können so direkt am Stand notiert werden und die Unterlagen schaffen es unversehrt bis nach Hause.

Der Tag der Messe

Der Tag der Messe sollte optimal genutzt werden, indem man sich darauf vorbereitet.

Auch am Messebesuch können einige Punkte beachtet werden, damit der Tag reibungslos abläuft und man mit einem guten Gefühl nach Hause gehen kann. Schliesslich wäre es schade, wenn man einen bestimmten Messestand nicht findet oder seine Fragen nicht stellen kann. 

  • Den Hallenplan bereithalten, auf dem die Route der Berufe eingezeichnet ist, welche man unbedingt kennenlernen möchte. 
  • Am Stand möglichst viel ausprobieren und unbedingt das Gespräch mit den Lernenden und Berufsbildenden suchen. Dabei auch alle offenen Fragen stellen und die wichtigsten Punkte notieren. Allenfalls direkt eine Schnupperlehre vereinbaren. 
  • Infomaterial vom Stand mitnehmen und sauber im Mäppli verstauen, damit es nicht verloren geht. 
  • Allenfalls Name der Berufsbildenenden notieren, damit man ihn im Bewerbungsschreiben direkt ansprechen oder das Gespräch an der Berufsmesse erwähnen kann. 
  • Hat man alle Berufe ausprobiert, für die man sich interessiert, kann man sich von den weiteren spannenden Berufen an der Messe inspirieren lassen und den Horizont erweitern.
  • Nicht vergessen, die zahlreichen Foren, Vorträge und Infoveranstaltungen zu besuchen, welche wertvolle Informationen zur Berufswahl, Lehrstellensuche und zum Bewerbungsprozess bieten. 

Nach der Messe

Nach der Messe kann man die Informationen noch einmal anschauen und sich für für die passenden Berufe  bewerben.

Wie können die zahlreichen Eindrücke und Informationen von der Messe nun beim Bewerben weiterhelfen?

  • Informationen, Blätter und Notizen nach Beruf / Firma sortieren. 
  • Die Unterlagen noch einmal anschauen und überlegen, was einem am besten gefallen hat und sich dazu Notizen machen (z.B. in Form von Post-its, die man direkt auf die Stapel klebt).
  • Schnupperlehren für die Berufe suchen, die einem am besten gefallen haben und sich dafür bewerben, falls man an der Messe noch keinen Termin vereinbart hat. 
  • Sich über die Firmen in der Region informieren, welche Lehrstellen in den Wunschberufen anbieten und sich überlegen, welche Firma zu einem passt. 
  • Beim Verfassen des Bewerbungsschreibens auf die Firma eingehen und genau beschreiben, was einem am Beruf und an der Firma so gut gefällt. Dabei können die Notizen von der Berufsmesse helfen. 

Zu den offenen Lehrstellen

Mit diesen Tipps kann der Besuch an der Berufsmesse bestens genutzt werden und die Jugendlichen in der Berufswahl unterstützen. 


Wir wünschen viel Spass!

 

PS: Noch ein kleiner Zusatz-Tipp

Die SwissSkills finden 2020 zwar nicht statt, mit SwissSkills Connect wird Schulklassen jedoch eine einzigartige digitale Möglichkeit geboten, um sich mit der Berufs-Vielfalt auseinander zu setzen und sich von hunderten von Berufs-Champions inspirieren zu lassen. Hier gehts zu weiteren Informationen. 

Anja Iseli

Anja fühlte sich während der Berufswahl selber zu wenig über das Bildungssystem in der Schweiz informiert und setzt sich nun mit Herzblut dafür ein, die Jugendlichen auf diesem wichtigen Weg zu begleiten. Dazu steht sie in engem Austausch mit Lehrpersonen und Eltern.

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