Sie möchten wissen, wie die Generation Alpha tickt, um die Jugendlichen besser zu verstehen? Wir haben eine Umfrage gemacht und 932 Teilnehmer:innen der Gen Alpha befragt. Hier finden Sie 10 Fakten, die wir aus der Umfrage ziehen konnten.
In diesem Blog-Beitrag:
Wer gehört zur Generation Alpha?
Als Generation Alpha gelten Kinder und Jugendliche, die zwischen 2010 und 2025 geboren wurden.
1. Geboren ins digitale Zeitalter
Gen Alpha kennt keine Welt ohne WLAN und Touchscreen. Sie sind mit Smartphones, KI und sozialen Medien aufgewachsen. Digitale Assistenten wie Siri, Alexa oder ChatGPT gehören für viele zur Kindheit. Kein Wunder, dass sie Technologie nicht als Tool, sondern als natürlichen Bestandteil ihres Alltags betrachten.
Abbildung 1: Studie von Pro Juventute (Quelle: Jugendstudie 2024)
2. Kurze Aufmerksamkeitsspanne
Durch permanente Mediennutzung ist ihre Aufmerksamkeitsspanne deutlich kürzer. Wer die Gen Alpha ansprechen möchte, sollte sich klar, schnell und visuell ausdrücken. Kurzvideos und Emojis sind für sie besonders ansprechend.
3. Emotionale Belastung bereits im Jugendalter
Laut einer Studie von Pro Juventute fühlen sich 30 % der Jugendlichen oft erschöpft. Leistungsdruck, Geldsorgen und Zukunftsängste sind ständige Begleiter. Mediennutzung wird oft zur Stressbewältigung eingesetzt, was ein neues Verständnis in der Begleitung dieser Generation verlangt.
Abbildung 2: Studie von Pro Juventute (Quelle: Jugendstudie 2024)
4. Technologie ist Alltag, nicht Werkzeug
Technologie ist für die Gen Alpha kein Hilfsmittel mehr, denn sie denken digital. KI, Apps, Online-Tools oder Automatisierungen gehören zu ihrer Welt wie Stift und Papier für frühere Generationen. Wer sie erreichen will, muss digital nicht nur präsent, sondern innovativ sein.
5. Visuell & kurz: Inhalte müssen sich anpassen
Gen Alpha bevorzugt kurze, visuelle und interaktive Formate. GIFs, Storys, Memes und kurze Videos erreichen sie effektiver als Texte.
6. Sie wollen mitreden
Diese Generation will gehört werden. In unserer Umfrage gaben die Jugendlichen an, dass es für sie wichtig ist, sich einbringen zu können.
7. Work-Life-Balance ab Tag 1
Die Jugendlichen legen grossen Wert auf eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit. Begriffe wie flexible Arbeitszeiten, 4-Tage-Woche und Home-Office-Möglichkeiten tauchen überraschend oft in unserer Umfrage auf und das, bevor sie überhaupt ins Berufsleben eingestiegen sind.
8. Mentale Gesundheit ist ein Muss
Gen Alpha wünscht sich psychische Sicherheit: Sie nennen mentale Gesundheit, Vertrauen und offene Kommunikation als zentrale Bedürfnisse. Eine gute Atmosphäre, regelmässige Gespräche und ein achtsames Arbeitsumfeld werden zur Pflicht.
9. Geld? Nicht das Wichtigste
Es wünschen sich viele eine faire Bezahlung, doch das Gehalt allein reicht nicht. Viel wichtiger ist ein gutes Team, abwechslungsreiche Aufgaben, Spass bei der Arbeit, Akzeptanz und Sinnhaftigkeit. Sie wollen merken: Meine Arbeit zählt.
Abbildung 3: Umfrage zur Generation Alpha (Quelle: Yousty 2025)
10. Ein gutes Team ist alles
Das wichtigste Kriterium für die Wahl eines Lehrbetriebs? Ein gutes Team. Gen Alpha sucht Zugehörigkeit, echten Austausch und ein Umfeld, das sie ernst nimmt. Teambuilding, Vertrauen und respektvoller Umgang entscheiden oft mehr als jeder Bonus oder zusätzliche Ferientage.
Fazit
Generation Alpha bringt frischen Wind, aber auch neue Herausforderungen. Wer sie erreichen und langfristig binden will, muss sich auf Sinn, Beteiligung, mentale Gesundheit und digitale Kommunikation konzentrieren.