2. Oktober 2020

Motivationsschreiben - Wie mache ich es richtig?

Firmen verlangen häufig neben einem Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen auch ein sogenanntes Motivationsschreiben - auch für die Schnupperlehre!

Kein Wunder, dass sich viele Schüler:innen damit schwer tun, denn es handelt sich dabei um den aufwändigsten Teil einer Bewerbung - aber gleichzeitig auch um den, mit dem man am meisten erreichen kann!

Daher haben wir uns entschlossen, dir ein paar Tipps mit auf den Weg zu geben, so dass es auch für dich mit der gewünschten Lehrstelle klappt! Du kannst ein Motivationsschreiben für eine Schnupperlehre verfassen, das kommt immer gut an.

 

In diesem Blog-Beitrag:

 

 

Das Motivationsschreiben ist ein zusätzliches, separates Dokument, welches die Motivation für den Beruf nochmals hervorhebt und vertiefter auf persönliche Eigenschaften und Interessen eingeht. Es ist dazu da, die gesamte Bewerbung abzurunden. Das Schreiben soll den Rest der Bewerbung unterstreichen, dazu passen und glaubwürdig sein. Es sollte sich von den anderen Bewerbungen unterscheiden und herausstechen - sei ruhig etwas kreativ.

Hier zwei Vorlagen, damit du siehst, wie so ein Motivationsschreiben eigentlich aussehen kann:

MotivationsschreibenMotivationsschreiben

Anforderungen an ein Motivationsschreiben

  • Maximal eine Seite
  • Aussagekräftige Überschrift
  • Einzigartiger & überzeugender Inhalt

 

Anfang

Beginne mit einer höflichen Anrede wie "Sehr geehrte/r Frau/Herr XY". Sprich, falls möglich, direkt die verantwortliche Person an. Ansonsten verwendest du "Sehr geehrte Damen und Herren". Starte dann direkt mit einem Satz, der den Leser dazu anregt, gespannt weiterzulesen - z.B. "Seitdem ich das erste Mal Elektroniker geschnuppert habe, bin ich Feuer und Flamme für diesen Beruf." Oder "Schon von Klein auf wusste ich, dass ich Tierpflegerin werden möchte".

 

Mögliche Themen im Mittelteil

  • Warum du in genau diese Firma willst und in keine andere
  • Was genau dich an dem Beruf fasziniert und wieso
  • Nimm Bezug auf angestrebte Tätigkeiten und Anforderungen
  • Vermittle, was du bieten kannst und warum du unbedingt eingeladen werden musst
  • Teile deine Stärken passend zur Lehrstelle

Standardformulierungen:

  • "Ich beschäftige mich seit einem Jahr intensiv mit dem Berufsbild des Elektronikers"
  • "Die Tätigkeiten eines Elektronikers entsprechen meinen Interessen auch in schulischer Hinsicht"
  • "Ihr Unternehmen gehört zu den führenden High-Tech-Firmen der Schweiz, weshalb ich gerne Teil Ihrer Firma werden möchte"

 

Ende

Beende das Schreiben mit dem nächsten Schritt im Bewerbungsprozess:

  • "Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen."
  • "Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen!"
  • "Ich freue mich, Sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Fähigkeiten zu überzeugen."
  • "Ich bin gespannt auf Ihre Antwort."

 

Achte darauf, dass die Bestandteile gleichmässig auf der Seite verteilt sind. Wie für alle Teile der Bewerbung gilt: Prüfe das Motivationsschreiben gründlich auf Rechtschreibfehler. Lass es von mindestens einer Person gegenlesen.

 

Beachte, dass das Motivationsschreiben eine Werbung für dich ist, du verkaufst dich damit dem Unternehmen! Das heisst, versuche dich so positiv wie möglich zu verkaufen, ohne dabei zu übertreiben. Weitere Informationen, wie deine Bewerbung erfolgreich wird, bekommst du in diesem Blogbeitrag.

 

Vorsicht

Nicht alle Betriebe nutzen die gleichen Begriffe. So verstehen gewisse Firmen unter Motivationsschreiben den klassischen Begleitbrief (hier: Bewerbungsschreiben) zur Bewerbung. Für andere Firmen wiederum ist das Motivationsschreiben ein zusätzliches, separates Dokument, das die Motivation für den Beruf nochmals hervorhebt. Bei Unklarheiten darfst du gerne und ungeniert bei der Firma nachfragen!

Grundsätzlich gilt: Wenn du ein gutes Bewerbungsschreiben erstellt hast, sollte das für deine Bewerbungsunterlagen reichen. Nur wenn die Firma explizit ein zusätzliches Motivationsschreiben verlangt, kannst du dieses mitsenden.

 

Viel Erfolg!

Domenica Mauch

Domenica Mauch

Domenica setzt sich seit 2013 mit Begeisterung für die Jugendlichen und die Berufsbildung ein. Als Geschäftsführerin & Leiterin Marke, Kommunikation & Bildung ist sie für die Zufriedenheit der SchülerInnen, Eltern und Lehrpersonen sowie der Berufsverbände verantwortlich. Der absolute Traumjob für die ehemalige Lehrerin!

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