20. März 2020

Bewerbungskiller - diese Fehler sollten vermieden werden

Als Schüler*in begibst du dich zum ersten Mal in den Bewerbungsprozess. Die Unsicherheit ist gross, deine Aufgaben sind dir teilweise noch unklar. Ein grosser Meilenstein ist das Zusammenstellen des Bewerbungsdossiers. Die perfekten Bewerbungsunterlagen zu gestalten ist allerdings nicht ganz einfach. Damit du beim Lehrbetrieb einen guten ersten Eindruck hinterlässt, haben wir die gängigsten Fehler zusammengefasst.

In diesem Blog-Beitrag:

 

Das Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto ist der erste visuelle Eindruck für die Firma. Es sollte daher professionell und freundlich daher kommen. Lächeln ist Pflicht! Besonders achten solltest du dich auf Folgendes:

  • Kleidung: Die Kleidung sollte der Wunsch-Branche angepasst sein. Auf ein grosses Dekolleté sollte verzichtet werden ebenso wie auf zu viel Schmuck oder Make-Up.
  • Haare: Die Haare sollen natürlich aber dennoch frisiert aussehen.
  • Hintergrund: Für das Foto sollte ein neutraler Hintergrund gewählt werden. Bestenfalls lässt du das Foto von einem professionellen Fotografen schiessen. An den grossen Berufsmessen kannst du am Yousty-Stand ein kostenloses Bewerbungsfoto machen lassen (hier weitere Infos). "Selfies" mit dem Smartphone und bearbeitet mit einem Handy-Filter sind ein No-Go.

Tipps für das Bewerbungsfoto

Massenbewerbungen

Die Bewerbung sollte unbedingt an die Firma angepasst sein, an die du sie versendest. Nur den/die Ansprechpartner*in und die Adresse zu ändern, ist nicht authentisch. Die Berufsbildenden und HR-Leute erkennen Massenbewerbungen sofort. Du sollst zeigen, dass du dich mit der Firma und dem Beruf auseinandergesetzt hast und dich für die Stelle interessierst. Wenn du bereits eine Schnupperlehre im Betrieb gemacht hast oder mit jemandem per E-Mail oder telefonisch Kontakt hattest, solltest du dies in der Bewerbung erwähnen.

Standardsätze

Standardsätze im Bewerbungsschreiben solltest du vermeiden. Das Bewerbungsschreiben soll ehrlich und authentisch sein und deinen Charakter repräsentieren. So kannst du dich von der Masse abheben. Lies dir das Unternehmensprofil durch, informiere dich im Internet und auf Social Media und beschreibe, was das Unternehmen für dich besonders macht.

Vermeide zu lange und komplizierte Sätze. Du willst natürlich so viel wie möglich über dich erzählen. Verwende lieber kürzere und klare Sätze. So kommt bei deinem Gegenüber auch das an, was du ausdrücken willst. In der Kürze liegt die Würze – bring es auf den Punkt.

Hätte, könnte, würde

Ein richtiger Bewerbungskiller ist der Konjunktiv. Du solltest den Konjunktiv unbedingt vermeiden, auch wenn du denkst, dass es höflicher ist. "Ich könnte zum 1. Januar beginnen..." oder "Ich würde sehr gut in Ihr Team passen..." Was stimmt nun? Würdest - könntest - hättest du, oder ist es tatsächlich so? Schreibe besser:

  • Meine bisherigen Arbeitserfahrungen passen hervorragend zum Stellenprofil.
  • Ich habe grosses Interesse an der ausgeschriebenen Stelle.

Inhalt

Sind wir nicht alle teamfähig, ein Organisationstalent und engagiert? Glaubhaft werden diese Aussagen erst durch Begründungen. Deine Teamfähigkeit stellst du jede Woche im Fussballtraining unter Beweis? Du organisierst die Klassenfahrt oder das Abschlussfest der Schule? Dann schreib das auch so in deine Bewerbung.

Schwächen gehören nicht in deine Bewerbung! "Leider kann ich kein Englisch, aber..." – Kein Satz für deine Bewerbung! Betonen nicht deine Schwächen, so lieferst du gleich die passenden Gründe für die Absage!

Rechtschreib- und Grammatikfehler

Ein No-Go sind Rechtschreibfehler, Grammatikfehler und grobe Stilfehler wie z.B. Wortwiederholungen.

Der falsche Ansprechpartner

Zu einer guten Bewerbung gehört die direkte Ansprache der zuständigen Person. Floskeln wie "Sehr geehrte Damen und Herren" sollten vermieden werden. Findest du den Namen nicht im Stellenbeschrieb, gibt es oft eine E-Mail Adresse oder Telefonnummer, über die man Fragen stellen kann. Die Frage nach der richtigen Ansprechperson zeigt dabei ehrliches Interesse an der Lehrstelle. Auch Fehler in der Schreibweise des Firmennamens können durch genaues Lesen vermieden werden.

Der Anhang

Ein Bewerbungsdossier sollte immer vollständig sein und alle Pflichtanhänge enthalten. Zu den Standarddokumenten gehören Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und alle Zeugnisse der Oberstufe. Die Firma kann aber auch noch weitere Unterlagen verlangen, wie Ergebnisse von Tests und Checks oder ein zusätzliches Motivationsschreiben. Auch zu grosse Anhänge sollten vermieden werden. Das Bewerbungsdossier sollte in eine PDF-Datei verpackt werden, sodass die Formatierung und Grösse gewährleistet sind (hier gibt es eine Anleitung dazu).

 

Wenn du auf diese gängigen Fehler achtest, steht einer guten Bewerbung nichts mehr im Weg. Wir wünschen dir viel Erfolg!

Anja Iseli

Anja Iseli

Anja fühlte sich während der Berufswahl selber zu wenig über das Bildungssystem in der Schweiz informiert und setzt sich nun mit Herzblut dafür ein, die Jugendlichen auf diesem wichtigen Weg zu begleiten. Dazu steht sie in engem Austausch mit Lehrpersonen und Eltern.

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