30. Dezember 2020

Warum für Schüler*innen eine Schnupperlehre essenziell ist

Ergebnisse einer aktuellen Yousty-Umfrage (Dezember 2020) bei über 700 Jugendlichen zeigen: Die Schnupperlehre ist ein wichtiger Bestandteil des Berufswahlprozesses. Die meisten Schüler*innen absolvieren zwei bis vier Schnupperlehren, einige gar bis zu sieben. Die Mitarbeitenden der Yousty AG möchten die Erfahrungen, welche während der Schnupperlehre gemacht werden noch einmal auffrischen, um die Jugendlichen auf ihrem Weg bestmöglich zu unterstützen. Daher haben sich alle für ein paar Tage in einen Lehrbetrieb begeben und bemerkt: Die Schnupperlehre ist eine einmalige Gelegenheit, einen Beruf zu erleben, auszuprobieren und die Stimmung im Betrieb zu spüren.

In diesem Blog-Beitrag:

Umfrageresultate zur aktuellen Schnupperlehr-Situation

Das Frühjahr ist in der Regel die High Season für Schnupperlehren. Dies zeigen auch die Bewerbungsaktivitäten der Jugendlichen auf der Lehrstellenplattform yousty.ch:

Umfrage yousty.ch zu den Schnupperlehren

Im Januar / Februar sowie im September / Oktober informieren sich Jugendliche über offene Schnupperlehren und versenden ihre Schnupperbewerbungen. Die Mehrheit der befragten Jugendlichen (52.9%) versendet eine bis 4 Schnupperbewerbungen und absolviert zwei bis vier Schnupperlehren (39.5%). Der grösste Teil der Bewerbungen wird dabei elektronisch versendet. Zum Telefon greifen nur noch 22.2% der befragten Jugendlichen. Dabei möchten die Schüler*innen vor allem gute Einblicke in den Berufsalltag erhalten, ihre Fragen stellen können und selber viele Tätigkeiten ausprobieren. "Ich möchte mich über die Berufe informieren. Ich möchte gute Einblicke machen. Die Ansprechperson muss nett sein und mir denn Beruf gut erklären", gibt ein*e Schüler*in in der Umfrage an. Und jemand anders berichtet: "Ich würde gerne erfahren, ob der Beruf den anderen Lehrlingen und Mitarbeitern gefällt. Was man genau macht, wie der Tagesablauf aussieht."

Eine aktuelle Umfrage bei Lehrbetrieben bestätigt allerdings den sich bereits 2019 abzeichnenden Trend, dass vermehrt auf Info-Anlässe und Selektionsschnuppern, anstatt das informative Berufsschnuppern gesetzt wird. Dabei können auch Lehrbetriebe massgeblich von den Schnupperlehren profitieren. Lesen Sie mehr dazu in diesem Beitrag. 

Schnupperlehren während Corona

Durch die Corona-Situation mussten einige Lehrbetriebe die Anzahl an Schnupperlernenden reduzieren oder ein verstärktes Schutzkonzept ausarbeiten. Andere mussten ganz auf das Angebot der Schnupperlehre verzichten. Jede zehnte Schnupperlehre musste gemäss aktuellem Nahtstellenbarometer des SBFI abgesagt werden. Und auch die Jugendlichen waren weniger aktiv auf Schnupperlehrsuche. Im Frühjahr 2020 wurden 46.83% weniger Schnupperbewerbungen über yousty.ch versendet als im Frühjahr 2019. Gemäss Nahtstellenbarometer fühlten sich 23% der Jugendlichen in ihrer Suche nach einer Schnupperlehre durch den Lockdown beeinträchtigt.

 

Einblicke aus der Schnupperlehre

Unbestritten sind Erfahrungen aus der Schnupperlehre einmalig. Die Jugendlichen können einen Einblick in einen Beruf erhalten und diesen ausprobieren. Ausserdem haben sie die Chance, sich mit Lernenden aus dem Betrieb auszutauschen und ihre Fragen zu stellen. So spüren sie, ob Beruf und Firma zu ihnen passen.

Diese einmalige Erfahrung wollten auch die Mitarbeitenden der Yousty AG auffrischen und haben sich in einem ihnen zugelosten Beruf in die Schnupperlehre begeben. Chiara Effing, Praktikantin Customer Success und Marke, durfte einen Tag auf dem Bau als Maurerin verbringen. Ihr Fazit: "Es war extrem kalt, hat aber viel Spass gemacht! Zu sehen, welcher Aufwand und welche Vielzahl an Aufgaben in diesem Beruf stecken, war sehr spannend!". Auch Geschäftsführer Christian Hagmann hat sich ans Handwerk gewagt. Er erhielt Einblicke in den Glaser-Beruf und berichtet: "Ich kann jedem eine Schnupperlehre empfehlen."

Bieten auch Sie Schnupperlehren an? Dann schreiben Sie diese auf yousty.ch aus!

 

Jetzt Schnupperlehre ausschreiben

Anja Iseli

Anja fühlte sich während der Berufswahl selber zu wenig über das Bildungssystem in der Schweiz informiert und setzt sich nun mit Herzblut dafür ein, die Jugendlichen auf diesem wichtigen Weg zu begleiten. Dazu steht sie in engem Austausch mit Lehrpersonen und Eltern.

E-Mail schreiben